Offener Gesprächsabend zum Thema Berufseinstieg an der EVHN sehr gut besucht!

Durch die gelungene Werbung an der Evangelischen Hochschule in der letzten Novemberwoche war der Gesprächsabend zum Thema Berufseinstieg mit 15 Teilnehmern gut besucht. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule im Vorfeld verlief unkompliziert, und so überließ uns diese den Raum kostenfrei. Die Ortsgruppe des Jungen DBSH Nürnberg organisierte ausreichend Getränke, Orangen- und Traubensaft sowie weihnachtliche Snacks wie Spekulatius und Lebkuchen. Auf diesem Wege bildeten sich in ungezwungenen Rahmen zwei gemischte Gruppen bestehend aus Studenten und Berufstätigen. Mit an Bord waren Sozialpädagogen aus den Bereichen Jugend- und Familienhilfe, Behindertenhilfe, Gesundheit, Schwangerschaftsberatung sowie psychosozialer Rehabilitation. Somit konnte ein relativ breites Spektrum der umfangreichen Profession Soziale Arbeit abgedeckt werden.

Zentrale Themen des Abends waren:

• Bewerbung: Was muss in eine gute Bewerbung? Wie kann sich meine Bewerbung von Mitbewerbern abgrenzen?
• Einarbeitung: Ein großes Anliegen der Interessierten war, wie – besonders junge Berufseinsteiger – die Einarbeitung in das neue Arbeitsfeld erlebt haben. Das Fazit war, dass das Bachelorstudium eine Art „generalistische Vorbildung“ mit auf den Weg gibt, dann jedoch ein „learning by doing“ Prozess einsetzen muss. So ist die eigenständige Einarbeitung in fachspezifische Literatur unabdingbar. Zu Bedenken ist auch, dass manche Berufsfelder im Studium kaum abgebildet werden. Der Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch erfahrenes Personal wird in der Berufspraxis meist zu wenig Aufmerksamkeit und zeitliche Kapazität geschenkt.
• Gehaltsvorstellungen: Die Fachkräfte verdeutlichten den Studenten die Unterschiede zwischen dem Tarif des öffentlichen Dienstes, der kirchlichen Tarife sowie Bezahlung bei freien Trägern.
• Methodenkoffer: Auch an Methoden der Sozialen Arbeit in der Praxis waren die Studenten interessiert. So schilderten die Fachkräfte von Biografiearbeit, Lebensweltorientierung bis hin zu diversen Bezugsmethoden aus der Psychologie einen umfangreichen Methodenschatz.
• Nähe und Distanz: Mit Blick auf Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben gaben etliche Fachkräfte bspw. als Tipp, nicht in unmittelbarer Nähe zum eigenen Wohnort zu arbeiten.
• Praktika: Einen guten „Schlüssel“ zum Berufseinstieg können Praktika darstellen. Auf diesem Wege ist bereits ein Kontakt in die Praxis gefunden, die Einrichtungen lernen den Interessierten kennen und haben ihn bei einer Bewerbung im Hinterkopf.
• Praxisfelder: Die Berufstätigen gaben ausführliche Einblicke in ihre Tätigkeiten, sodass die Studenten sich in etwa vorstellen können, welche Aufgaben sie in den jeweiligen Bereichen erwarten.
• Supervision: Im Kontext Psychohygiene erkundigten sich die Studenten auch danach, wie Supervision in der Praxis aussieht. Die Antworten waren sehr heterogen. Fakt ist, dass nicht alle Praktiker in supervidiert werden.
• Studieren neben dem Beruf: Es gibt viele, teils sehr spezifische Masterstudiengänge, welche darauf ausgerichtet sind, neben dem Beruf absolviert zu werden.
• Werkstudent: Auch das ist bis zu der 20 Stunden Grenze möglich, sofern es sich um das Erststudium oder einen konsekutiven Masterstudiengang handelt. Werkstudenten werden im Bereich Soziale Arbeit selten gesucht, wohl aber Fachkräfte in Teilzeitbeschäftigung.

Der Abend dauerte so lange an, bis sämtliche Fragen der Studenten beantwortet worden waren. Alle berufstätigen Teilnehmer erhielten als Dankeschön einen Schokoladen-Nikolaus vom Jungen DBSH. Die Studenten waren sehr dankbar. Ein rundum gelungener Abend!

Zum Abschluss noch ein Gedanke:
Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert nach Christus lebte, ist aufgrund seines uneigennützigen Lebens, dem Einsatz für Arme und soziale Gerechtigkeit bis heute bekannt. An vielen Orten wird er am 6. Dezember, dem Datum seines Todes, bis heute gefeiert. Im weiteren Sinne war er bereits damals ein Vorbild für heutige Sozialarbeiter. Vielleicht wäre in Zeiten des „Weihnachtsmannes“ und Massenkonsums in der Vorweihnachtszeit eine Rückbesinnung auf die eigentliche Botschaft dieses Festes vernünftig: Nächstenliebe.

Eine gesegnete Weihnachtszeit an alle Leser wünscht

Maximilian Strehl von der Ortsgruppe Nürnberg

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