Bewerbung für das Leitungsteam: Simon Franz

Meine Bewerbung für das Junger DBSH Leitungsteam

Mein Werdegang                                      

Nach meinem Abitur im Jahr 2013 und folgenden Auslandsaufenthalten in Australien und Großbritannien, sowie Praktikumszeiten habe ich im Oktober 2014 angefangen Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule in Freiburg zu studieren. Jahrelanges ehrenamtliches Engagement im heimischen Sportverein, aber auch aktive Interessensvertretung während der Schulzeit als Schülersprecher sowie verschiedene Praktika in sozialen Einrichtungen haben mich bestärkt Soziale Arbeit zu studieren. In diesem Studiengang hatte ich die perfekte Kombination aus der intensiven Arbeit mit Menschen, aber auch das aktive Einsetzen für Interessen und Überzeugungen einer Gruppe gefunden.

Während des Studienverlaufs habe ich zunehmend gemerkt, dass ich die richtige Wahl getroffen hatte. Inhaltlich habe ich meinen Studienschwerpunkt auf Kinder- & Jugendhilfe, Diskriminierung und Traumata gelegt. In all diesen Themen sah ich die Möglichkeit zu lernen, wie ich als professionelle Fachkraft mit Menschen gemeinsam für deren Rechte und für bessere Lebensbedingungen kämpfen kann. Ergänzend zu diesen Schwerpunktthemen konnte ich im Rahmen eines Projektseminars eine Zusatzqualifikation im Bereich sportorientierter Sozialer Arbeit absolvieren. Dank der Studieninhalte konnte ich meine Interessen mit Fachwissen untermauern und mir Grundlagen für die weitere Arbeit aneignen. Mein Praxissemester habe ich bei der Badischen Sportjugend Freiburg (bsj) absolviert. Dort war ich vor allem im Bereich der Prävention von sexuellem Missbrauch sowie Diskriminierung und Rassismus im Sport aktiv. Auch dort hat mich die Arbeit mit Menschen in schwierigen Rahmenbedingungen fasziniert. Gemeinsam mit Betroffenen Lösungen zu finden und die vermeintlich festen Gegebenheiten zu gestalten, ist eine Arbeit, die mich sehr viel Sinnhaftigkeit sehen und erleben lässt. Nach meinem Bachelor-Abschluss im Februar 2018 möchte ich einen Master an der TU in Berlin beginnen. Dieser wird sich schwerpunktmäßig mit Neuen Medien und den damit verbundenen Chancen und Risiken für das Zusammenleben von Gesellschaften beschäftigen.

Mein Engagement im DBSH

In meinem ersten Semester habe ich in einer Vorlesung das erste Mal vom DBSH erfahren und mich daraufhin gleich als Mitglied angemeldet. Anschließend habe ich meine Mitgliedschaft fast schon vergessen und war nur als solidarisches Mitglied dabei. Erst im Anschluss an mein Praxissemester, welches wie so viele auch äußerst schlecht bezahlt war, habe ich wieder zum DBSH gefunden. Ich habe mich gefragt, welche Möglichkeiten es wohl gibt, an solchen gravierenden Rahmenbedingungen etwas zu ändern und bin so wieder beim Berufsverband gelandet. Gemeinsam mit Bernhard Lange habe ich die Potentiale einer Hochschulgruppe erörtert. Nach einer gemeinsamen Infoveranstaltung zum DBSH und den Möglichkeiten einer Hochschulgruppe stand unser Entschluss fest, eine solche Gruppe zu gründen. Gerade dadurch, dass in Freiburg zwei Hochschulen für Soziale Arbeit ansässig sind und durch Gespräche und Interessensbekundungen von Kommiliton_innen, sahen wir ein enorm großes Potential.

Zunächst haben wir Strukturen aufgebaut und den Fokus auf  Mitgliedergewinnung gelegt. Nach einer relativ kurzen Einarbeitungszeit gelang uns dies schnell und gut. Auch die Verantwortlichen der Hochschulen begrüßten das Entstehen einer Hochschulgruppe und wir wurden von verschiedenen Professor_innen tatkräftig unterstützt. Mittlerweile besteht die Hochschulgruppe bereits aus über 60 Personen von denen ungefähr 15 dauerhaft aktiv in unterschiedlichen Projekten sind. Neben einem Thesenpapier zu den Studieninhalten an der Evangelischen Hochschule haben wir zu Beginn vor allem Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Mit Infoständen und Vorträgen in Seminaren beider Hochschulen haben wir den DBSH und seine Wichtigkeit bekannter gemacht. Darüber hinaus hat die Hochschulgruppe mittlerweile auch das Thema Praktikumsbezahlung sowie die ACK-Klausel (kirchliches Arbeitsrecht – Bevorzugung von christlich getauften Menschen bei kirchlichen Trägerschaften) in Angriff genommen. Hier soll mit verschiedenen öffentlich wirksamen Aktionen für die Verbesserung der Rahmenbedingungen gekämpft werden. Dabei ist uns in der Hochschularbeit wichtig immer alle Beteiligten mit einzubeziehen und nicht nur als „kleine Revolutionäre“ Lärm zu machen. Wir wollen konstruktiv zu verbesserten Verhältnissen in den jeweiligen Bereichen beitragen.

Seit Oktober 2017 bin ich neben meiner Funktion als Ansprechperson der Hochschulgruppe auch Ansprechperson für den Jungen DBSH in Baden-Württemberg und als Beisitzer im Vorstand aktiv. Durch die Hochschularbeit und die vielen kleinen und großen Erfolge sowie die vielen engagierten Menschen motiviert, wollte ich mich für noch mehr Menschen einsetzen. Als Ansprechperson in Baden-Württemberg habe ich an verschiedenen bundesweiten Veranstaltungen des Jungen DBSH teilgenommen und Interessierte in ganz Baden-Württemberg ermutigt sich aktiv einzubringen. So konnte ich bereits gemeinsam mit Tobias Zinser den DBSH bei der Fachschaft der Hochschule in Esslingen vorstellen und zur Gründung einer Hochschulgruppe ermutigen. Auch bereite ich gemeinsam mit meinen Vorstandskolleg_innen die Landesmitgliederversammlung im kommenden April vor.

Meine Motivation für das Leitungsteam

Durch die beschriebenen Aktivitäten aber auch vor allem durch das Kennenlernen von anderen Engagierten aus ganz Deutschland bei Workshops und der Bundesweiten Tagung im vergangen November bin ich bestärkt worden, mich weiter zu einzubringen. Zu sehen, dass überall in Deutschland junge motivierte Menschen sich aktiv mit großer Leidenschaft einbringen, um die Rahmenbedingungen für Soziale Arbeit zu verbessern, war eine eindrucksvolle Erfahrung für mich. Gerade weil oft davon gesprochen wird, dass Soziale Arbeit so divers ist und die verschiedenen Handlungsfelder und die Professionellen dort kaum etwas gemeinsam hätten, ist es toll zu sehen, dass es gerade im Jungen DBSH nicht so ist.

Der beeindruckende Spirit der von der Bundesweiten Tagung und deren super motivierten Teilnehmer_innen im November 2017 ausgegangen ist, hat mich zu dieser Kandidatur ermutigt. Ich möchte gerne die Chance nutzen und mich aktiv für den Aufbau und die Etablierung des Jungen DBSH bundesweit einbringen. Ich möchte vor allem neue Engagierte gewinnen und ermutigen, dabei zu bleiben und sich gemeinsam mit den schon länger aktiven Menschen für die Profession einzusetzen. Nur dann, wenn wir uns als Sozialarbeiter_innen organisieren und zusammenstehen, können wir den politischen Einfluss erhöhen und Gesellschaft als auch unsere eigenen Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen aktiv mitgestalten. Ich möchte die Hochschularbeit stärken und Absolvent_innen beim Berufseinstieg unterstützen. Durch mein bisheriges Engagement habe ich schon sehr viel lernen dürfen und möchte mit der Übernahme einer Funktion im Bundesleitungsteam dem DBSH und allen Interessierten gerne etwas zurückgeben.

Liebe Grüße
Simon Franz
Junger DBSH Ansprechperson Baden-Württemberg

Fragen sendet gerne an: junger@dbsh-bawü.de

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